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Erste Bank Open: Zverev siegt in Tennisthriller

Carlos Alcaraz feiert beim ATP-500-Turnier in Wien hingegen einen Zweisatz-Auftakterfolg.
Verfasst von: Presseaussendung / Redaktion, 28.10.2026
© e|motion group / Sascha Feuster
Alexander Zverev wehrte in seiner Erstrundenpartie in der Wiener Stadthalle vier Matchbälle ab.

9800 Zuschauerinnen und Zuschauer erlebten am Dienstag in der ausverkauften Wiener Stadthalle ein echtes Tennisspektakel. Der topgesetzte Alexander Zverev zwang in seiner Auftaktpartie bei den Erste Bank Open in einem dramatischen Dreisatz-Thriller den spanischen Jungstar Martín Landaluce Lacambra in 3:05 Stunden mit 7:5, 3:6, 7:6 (11) in die Knie und musste dabei vier Matchbälle seines Gegners abwehren, ehe er seinerseits den fünften zum Einzug in die zweite Runde verwertete. Davor musste Carlos Alcaraz gegen Karen Khachanov in der entscheidenden Phase der Partie sein bestes Tennis auspacken, um den Wien-Finalisten von 2024 mit 6:4, 7:6 (5) in die Schranken zu weisen.

Wenn Alexander Zverev (ATP-Rang 2) in Wien das Viertelfinale erreicht, ist er ab dem kommenden Montag die neue Nummer eins der Weltrangliste, doch der erste Schritt dazu war für den Deutschen weit mühsamer als erwartet. Mit dem Gewinn des ersten Satzes schien für Zverev alles auf Schiene, aber mit einem frühen Break im zweiten Durchgang fand der Weltranglisten-67. Martín Landaluce Lacambra immer besser in die Partie und schaffte prompt den Satzausgleich.

Durchgang drei spitzte sich dann dramatisch zu: Landaluce Lacambra wehrte zunächst bei 5:6 zwei Matchbälle ab und erreichte das Tiebreak. In diesem führte der Außenseiter bereits mit 5:2, ehe ein unerreichbarer Netzroller Zverev das 5:5 ermöglichte. Der Iberer ließ sich davon aber nicht irritieren und fand insgesamt vier Matchbälle vor, doch am Ende setzte sich Zverev mit seinem fünften Matchball in der diesmal alles andere als kurzen Kurzentscheidung mit 13:11 durch.

„Ich hatte in den Tagen davor im Training eigentlich ganz gut gespielt. Gegen ihn hatte ich noch nie gespielt, deshalb wusste ich nicht genau, was auf mich zukommt. Aber natürlich denkst du dir: Nummer 60 der Welt oder was auch immer dort steht – das werde ich schon irgendwie hinbekommen. Er hat aber ein wahnsinniges Tennismatch gezeigt, und ich bin tatsächlich sehr, sehr glücklich, dass ich am Ende gewonnen habe“, gab Zverev in der Pressekonferenz nach dem Match zu Protokoll.

Dass er mit einem weiteren Sieg am nächsten Montag die Führung in der Weltrangliste übernehmen könnte, beschäftige ihn derzeit nicht. „Für mich ist es nicht so ein Riesenthema im Kopf, ob ich es diese Woche werde oder in der Woche danach. Natürlich wäre es schön, schon diese Woche die Nummer eins zu werden und es in Wien zu schaffen. Aber im Großen und Ganzen ändert das nichts Großartiges“, meinte Zverev, der im Achtelfinale auf den Sieger der Mittwochpartie zwischen dem Niederländer Tallon Griekspoor (ATP 50) und dem US-Amerikaner Brandon Nakashima (ATP 17) trifft.

Alcaraz von Khachanov voll gefordert

Im ersten Spiel des Tages mit Topstarbeteiligung musste Carlos Alcaraz Garfia (ATP 3) gegen den Russen Karen Khachanov (ATP 24) im ersten Satz ein frühes Break zum 2:3 hinnehmen, konnte allerdings prompt mit einem Rebreak antworten. Danach zog der siebenfache Grand-Slam-Sieger das Tempo an und stellte auf 6:4. Im zweiten Satz sorgten beide Spieler mit spektakulären Ballwechseln für Begeisterung unter den 9800 Fans in der ausverkauften Wiener Stadthalle. Khachanov wehrte bei 4:5 drei Matchbälle ab und nahm dem Spanier anschließend auch noch den Aufschlag ab.

Alcaraz konterte bei 5:6 mit einem Rebreak und rettete sich in das Tiebreak. Dort zog Khachanov zuerst auf 3:1 davon, doch erneut schlug der Superstar zurück. Nach 2:04 Stunden verwandelte der Iberer seinen vierten Matchball zum 6:4,-7:6-(5)-Sieg. Sollte sich Lokalmatador Jurij Rodionov (ATP 137) in seinem Auftaktmatch am Mittwoch um nicht vor 17:30 Uhr gegen den Georgier Nikoloz Basilashvili (ATP 95) durchsetzen, käme es in der zweiten Runde zum Duell des Österreichers mit Alcaraz. ServusTV überträgt an diesem 28. Oktober ab 13:20 Uhr live, ORF SPORT+ ab 20:15 Uhr.

Nach dem Sieg über Khachanov hatte der Gewinner von 27 ATP-Turnieren lobende Worte für seinen Gegner parat: „Er ist ein großartiger Spieler, der bei jedem Schlag und bei jedem Punkt alles herausgeholt hat – das ist beeindruckend. Ich musste jederzeit bereit sein, sowohl zu verteidigen als auch anzugreifen. Ich habe insgesamt sehr gut gespielt und stark aufgeschlagen, aber er hatte trotzdem viele Möglichkeiten, um einen dritten Satz zu erzwingen. Ich bin froh, in zwei Sätzen gewonnen zu haben und freue mich sehr, wieder hier in Wien zu sein und vor diesem großartigen Publikum spielen zu dürfen.“

 

TICKETINFORMATION

Eintrittskarten für die Erste Bank Open können auf den Websites www.erstebank-open.com/tickets, www.stadthalle.com und www.wien-ticket.at erworben werden. Auskünfte erteilt zudem die Tickethotline unter der Telefonnummer 01 / 79 999 79.

Einzeltickets für die Matches des ATP-Turniers, des Rollstuhltennisevents sowie das Training der Tennisstars in der Marx Halle sind um 25 Euro pro Tag erhältlich. Für Kinder bis 5 Jahre ist der Eintritt frei, Kinder- und Jugendtickets (6 bis 15 Jahre) belaufen sich auf 12,50 Euro. Dazu werden attraktive Family-Tickets für zwei Erwachsene und bis zu vier Kinder für 69 Euro ebenso angeboten wie VIP-Pakete für einzelne Tage und die gesamte Turnierwoche. Infos unter https://www.erstebank-open.com/de-at/tickets/tickets/vip-marx-halle.

| e|motion group / Sascha Feuster

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